Pflanzennews

Kübelpflanzen richtig Einwintern!

Im Oktober, wenn der Sommer vorbei ist und die Tage kühler werden, sind die Kübelpflanzen meist noch Top in Form und zeigen sich immer noch von ihrer schönen Seite. Dennoch muss man sich jetzt Gedanken machen, wie und wo man die Kübelpflanzen am Besten durch den Winter bringt. Und auch das Wetter sollte man jetzt im Auge behalten. Ein zu frühes Einwintern ist nicht gut, aber umgekehrt können die ersten Nachtfröste gerade bei tropischen Pflanzen, wie Hibiskus oder Zierbananen, grosse Schäden verursachen.

Pflege vor dem Einwintern!


Ab August sollten die Pflanzen keinen Dünger mehr erhalten. Wenn sie Langzeitdünger verwenden, sollte die letzte Gabe im Juni erfolgen.
Auch die Wassergaben sollten verringert werden. Von jetzt an geht es nicht mehr um Wachstum, sondern um ein Ausreifen der neu gewachsenen Triebe. Erhält die Pflanze weder Wasser noch Dünger in optimaler Dosis, wird sie das Wachstum verlangsamen oder ganz einstellen. Dafür wird jetzt der Überlebensinstinkt der Pflanze aktiviert. Sie schützt sich durch ein Ausreifen, bis hin zum Verholzen der Triebe und wird so wiederstandsfähiger für die neuen, rauheren Lebensbedingungen.
Vor dem Einwintern sollten die Kübelpflanzen sehr sorgfältig auf einen allfälligen Schädlingsbefall kontrolliert werden. Besonders nach Schildläusen und Spinnmilben sollte gefahndet werden. Mit Marshal giessen gegen Engerlinge die die Wurzeln abfressen!Diese Schädlinge machen leider keinen Winterschlaf und können, werden sie nicht entdeckt und bekämpft, sich stark vermehren und den Pflanzen grosse Schäden zufügen. Also nur gesunde, schädlingsfreie Pflanzen ins Winterquartier stellen!

Das Winterquartier!
Das ideale Winterquartier ist hell und kühl, zwischen 2 und 8 Grad, und ausreichend durchlüftet. die wenigsten Leute können ihren Pflanzen solch optimale Räumlichkeiten anbieten. So werden oft Treppenhäuser, Kellerräume und auch die Garage als Winterquartier verwendet. An solchen Orten gilt es einiges zu beachten. Vereinfachend lässt sich sagen: je wärmer der Raum, umso besser sollten die Lichtverhältnisse sein. Umgekehrt gilt: je dunkler das Winterquartier ist, umso kälter sollte es sein. Speziell die laubabwerfenden Pflanzen kommen gut mit dunklen Räumen zurecht, wenn sie entsprechend kalt, aber trotzdem frostfrei sind. Wasser sollte an diesen Orten mit äusserster Vorsicht gegeben werden. Die Pflanze befindet sich unter solchen Bedingungen in einem Winterschlaf ähnlichen Zustand. Die immergrünen Kübelpflanzen hingegen werden sich an solchen Standorten schwer tun. Sie benötigen doch ein Mindestmass an Licht.
Wie den Sommer über, so sollten die Pflanzengefässe auch im Winterquartier nicht direkt auf dem Boden stehen.
In Räumen mit geringer Luftfeuchtigkeit empfiehlt es sich, bei immergrünen Kübelpflanzen, wie zum Beispiel Oleander und Olive, die Pflanzen mit einem Vlies einzupacken. Es entsteht unter dem Vlies ein Mikroklima, das den Feuchtigkeitsverlust durch die Atmung der Blätter reduziert und verhindert so ein Eintrocknen der Blätter. Aber auch regelmässiges Lüften ist sehr wichtig, nicht nur in Räumen mit niedriger Luftfeuchtigkeit, sondern auch in Räumen mit hoher Luftfeuchtigkeit. So wird einem Schädlingsbefall und Pilzkrankheiten vorgebeugt.
Der Winter ist nicht nur für die Pflanzen eine Phase der Ruhe, sondern auch für den Pflanzenbesitzer sind nun ruhige Monate angesagt. Nachdem die Pflanzen im Herbst eingeräumt sind, beschränkt sich die Hauptarbeit auf das Kontrollieren der Erdfeuchtigkeit im Pflanzengefäss und dem regelmässigen Lüften. Pflanzen mit immergrüner Belaubung benötigen im Winter mehr Wasser als laubabwerfende Kübelpflanzen. Beim Wasser geben, ist sprichwörtlich "Fingerspitzengefühl" erforderlich. Es sollte erst gegossen werden, wenn der Wurzelballen restlos abgetrocknet ist und somit empfiehlt es sich, dies mit den Fingern zu überprüfen. Gerade in sehr kühlen Räumen kann ein Zuviel an Wasser die Wurzeln verfaulen lassen.